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Feiern
Wir feiern unsere 100ste Ausgabe und dass es diese wun-der-bare Zeitschrift Schlangenbrut nun schon 25 Jahre lang gibt. Ein echter Grund zum Feiern! Mit der Jubiläumsausgabe im glänzend silbernen Kleid laden wir Sie ein, das Jubiläum mit uns zu begehen.
Stellvertretend für die eigentliche Jubilarin hat sich das aktuelle Redaktions-Team virtuell getroffen und zusammengetragen, was uns wichtig ist an diesem Projekt, was die Schlangenbrut so besonders macht und warum wir ihr noch eine lange, spannende, feministische und unabhängige Zukunft wünschen! Und weil so eine Jubilarin gar nicht bescheiden zu sein braucht, hat sie sich ein üppiges Geschenk ausgesucht: eine Palaver-Hütte für Frauen in Liberia! Möge das Wunschprojekt bald schon Wirklichkeit werden! Almuth Voss stellt die Idee und das Konzept näher vor.
Alleine zu feiern macht bekanntlich keinen Spaß. Zum Glück haben sich einige Autorinnen finden lassen, die 100ste Ausgabe mit uns zu gestalten. Sie stellen Überlegungen an, die zum Gelingen des Feierns beitragen sollen, berichten von ihren Erfahrungen mit eigenen Festen,beschreiben, wie der Wunsch nach begleitenden Ritualen in den unterschiedlichen Lebensabschnitten immer größer wird, sie erzählen aus ihrer Tradition und bringen diese mit der Gegenwart in Beziehung. Nicht zu vergessen: Um wirklich alle bei guter Laune zu halten, darf auf einer guten Feier ein gutes Essen nicht fehlen!
Wenn es etwas zu feiern gibt, setzen wir uns in Bewegung. Christine Findeis-Dorn beschreibt die Bewegung der Kommunikation eines gelungen Festes. Britta Hoffmann erzählt aus einer besonderen Perspektive: Von der Arbeit, die in den Festen steckt. Viele Erinnerungen werden wach – an jene, über die zu wenig gesprochen wird. Lee Wax führt mit ihrer Predigt zum Purim-Fest in die Traditionen und Riten ein, die auf das Esterbuch zurückgeführt werden. Sie lädt ein, ein frohes Fest zu begehen und dieses durchaus auch mit dem einen oder andern Glas zu begiessen. Saniye Özmen spricht über ihre Erinnerungen an Feiern, Festtraditionen und ihren Wandel, aber auch wie sie versucht, durch ihre Arbeit in der Moschee die Mädchen der Gemeinde zu unterstützen und für sie und mit ihnen neue Wege zu bahnen.
Zum 25. Geburtstag ein Fest zu feiern ist gängig. In ihrem Artikel beschreibt Donate Pahnke McIntosh die wachsende Sehnsucht, viele weitere Anlässe mit einer rituellen Handlung zu begehen. Die Elemente eines solchen Rituals sollen helfen, die körperlichen, seelischen und geistigen Veränderungen ins Leben zu integrieren. Inge Müller und Susanne Kramer-Friedrich zeigen schon bestehende Feiertraditionen von Frauen auf. Und zum Schluss stellt Margarete Pauschert die ausgesprochen engagierte und mobile Köchin Eike Schirge vor, die nicht nur für die Schlangenbrut, sondern auch für ihre Leserinnen ein kleines Fest-essen zusammengestellt hat.
Lassen Sie es sich ein Fest sein!
Christine Hoefermann/Antje Röckemann
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